Dienstag, 29. Oktober 2013

...das muss ein Nachspiel haben....

so steht es am 29.10.2013 in einem Artikel auf der Titelseite des "Ostholsteiner Anzeiger".

Ich muss aber von vorne beginnen. 

In der integrierten regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe, zuständig für die Landkreise stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein, besitzt im leitstellenraum 7 gleichwertige Arbeitsplätze. Im stabsraum nebenan sind zwei weitere Arbeitsplätze, leicht abgespeckt aber voll funktions fähig, noch ein Raum weiter stehen drei Ausnahmeabfrage Plätze. Diese sind rein für die Notrufabfrage geschaffen worden. 
Im Durchschnitt werden an einem "normalen Tag" zwischen 500 und 600 Einsätze in 24 Stunden für alle drei Landkreise abgearbeitet. 
Tagsüber sind bis zu 6 Einsatzsachbearbeiter im dienst ab 22:15 Uhr sind es nur noch 2! 
Schichtwechsel vom Früh- auf den Spätdienst ist zwischen 14:30 und 14:45.
So das sind die Fakten für einen normalen Dienstbetrieb.

Am 28.10.2013 war es allerdings etwas anders, alles war für alle irgendwie anders. Die Großwetterlage sagte ein Sturmtief mit Böen bisOorkanstärke voraus. Es fing eigentlich mit ein paar Windböen an und zog sich dann von Süden über unser gesamtes Einsatzgebiet hinweg. Dementsprechend fingen die sturmeinsätze im Kreis Stormarn und im Herzogtum Lauenburg an. Die Lage spannte sich in der Leitstelle immer weiter an, es wurde die Leitstellen Reserve per Melder angepiept. Der frühdienst blieb länger so das das erstemal alle, ja wirklich alle 12 Plätze besetzt waren und trotzdem nicht gegen die auflaufenden Einsätze gegenan kam.




Tja, es wurden insgesamt 1305 Einsätze in diesen 24 Stunden des 28.10.2013. hier sollte man die ca 600 Standarteinsätze abziehen bleiben rund 700 über. Diesen konzentrierten sich ungefähr auf den Zeitraum 13:00 bis 21:00. 

Wie oben schon geschrieben, alle Plätze waren besetzt, der Frühdienst ist länger geblieben und einige Kollegen sind aus dem frei zum Dienst gekommen. Hier möchte ich dafür mal danke sagen, ich finde es schon dankenswert und nicht selbstverständlich das ein Arbeitnehmer über seine normal Schicht da bleibt und dann auf bis zu 12 stunden Dienst unter sehr stressigen Bedingungen kommt.

Dann kam die Mail von einem Landkreis, wo doch tatsächlich nachgefragt wurde warum in diesem Zeitraum niemand eine Auskunft dadrüber geben konnte, wieviele Einsätze und wo mit welchen Einsatzkräften am laufen sind. Entschuldigung, in dem Augenblick war das etwas ungünstig. Die Mitarbeiter kamen wirklich nicht hinterher mit den Notruf- und Funkabfragen. 
Diese Abfragen kamen Schlag auf Schlag, teilweise waren 8 und mehr Notruf in der Warteschlange und wie soll man dann bitte noch eine Statistik erstellen.

Die Krönung des ganzen kam aber dann im Ostholsteiner Anzeiger am 29.10.2013 auf der Titelseite. Ein Bericht über die Sturmeinsätze. Dort hat dann ein "hochrangiger Feuerwehrmann" ich zitiere "Was hier abging, muss ein Nachspiel haben" von sich gegeben.
Danke für diese Wertschätzungen, man sollte auch mal über den Tellerrand rübersehen um die gesamt Lage zu erfassen und nicht erwarten das jede Feuerwehr sofort und bevorzugend bedient werden kann. Da dauert es halt seine Zeit, wenn einige Kameraden wirklich jede Meldung über Funk kund tun müssen. Die Mitarbeiter der Leitstelle konzentrierten sich hier auf die wichtigsten Tätigkeit und dazu gehörten wirklich nicht die Meldungen wie z.B. "Lage auf Sicht" oder Rückmeldungen wie "wir nehmen jetzt die Motorsäge vor" oder " der Ast wurde beseitig" zu quittieren. Sorry aber das war und ist in solch einer Gesamtlage von keiner Leitstelle zu leisten.

Wer trotzdem noch Problem hat, kann sich gerne einmal mit dem Kreiswehrführer aus Stormarn in Verbindung setzten, der war für eine ganze Zeit in der Leitstelle und konnte die Kollegen bei der Arbeit beobachten.

Ach ja und DANKE für das Vertrauen, welches uns allen entgegengebracht wird, aber der Weg in die Presse war hier bestimmt nicht der  weiseste!


Holger




Samstag, 19. Oktober 2013

Sicherheitsschleuse

ja ja jetzt wird es kompliziert.
Klingel, Transponderfeld


unsere Leitstelle ist, nach EU Norm, ein Sicherheitbereich geworden. Dieser ist durch eine Schleuse, mittels  zwei Türen - die nur von außen mittels Transponder oder aus der Leitstelle herraus geöffnet werden können, von der Außenwelt abgeschlossen.

Transponder

Es kann aber immer nur eine der beiden Türen geöffnet werden, wenn eine Tür von innen nach außen geöffnet wird, blinkt die Notschaltung der betroffenen Tür erst hektisch grün um dann grün dauer zu leuchten, sind beide Türen geschlossen leuchtet sie rot. 



Zwischen diesen Türen befindet sich der eigendliche Schleusenraum in den auch der Sozialraum, die Küche und die Toilettenanlage angrenzen. 

Wenn jetzt eine der beiden Türen sich nicht richtig schließen lässt, kann mittels Notknopf die Funktion der Sicherheitschleuse außer betrieb genommen werden, dies geht aber nur in Richtung draussen. Es gibt keine Notfunktion um in den eigentlichen Sicherheitbereich Leitstelle zu kommen.

Angenommen, jemand verlässt den Sicherheitbereich durch die erste Tür in den Schleusenbereich und hat seinen Transonder vergessen, kann er nur hoffen das noch jemand im Sicherheitbereich ist und die Türen manuell öffnen kann. Sollte diese zweite diensthabende Person sich allerdings im WC befinden und auch keinen Transponder haben, können Sie die Schleuse nur nach draußen verlassen. Die Glasscheiben der Türen lassen sich jedenfalls nicht so einfach zerstören.

weiterhin viel Glück und nichts vergessen Kollegen

Holger

Dienstag, 15. Oktober 2013

Was für eine Nacht


Eigentlich fühle ich mich ganz wohl, wen diese Erkältung nicht wäre. Ich befinde mich gerade in der Phase, Nase zu und fest sitzender Husten. Durch die Nasenschleimhäute wird man nachts dazu "gezwungen" durch den Mund zu atmen, zeitweise jedenfalls. 
Ich wollte ganz schlau sein und habe dann kurz vorm zu Bett gehen Nasenspray genommen, super dachte ich so bei mir, das klappt ja ganz gut. Diese  Schleimhäute ziehen sich zurück. 
Dann auf der Bettkante gegen 22:30 ein wenig von der Nasensalbe und die Nacht sollte gelaufen sein. 

Denkste.....
1:23 Uhr - ich bin wach, mir tut der Hals weh weil die Nase zu ist.....mein Schatz schnorchelt ganz ruhig neben mir weiter. 
Aufstehen Holger, Nase ausschnauben ein wenig hin und her gehen.... Ah es wird, noch ein wenig Nasensalbe zum befeuchten auftragen. Hinlegen und sofort wieder eingeschlafen.

3:17 Uhr - bin wach geworden weil die Nase wieder zu ist. Aufstehen, rumlaufen, Nase ausschnauben, Nasenspray einen Moment warten, es geht. Ab ins Bett, nur jetzt liege ich gefühlt ne halbe Stunde rum, einschlafen denkste. Da kommen sie wieder die Gedanken oder war es doch schon ein Traum......google+ kann jedenfalls auf Knopfdruck deinen geschriebenen Post in alle Sprachen umsetzen. Dafür gibt es einen Extra Button.....

5:28 Uhr zeigt die Uhr im Wohnzimmer - das mit dem Button find ich scharf, ob das Standort wird. Nasensalbe, rumlaufen.....Bett.  Facebook kann das auf einmal auch. Diese Übersetzung matrix fin ich cool, was man da alles mit machen kann.

7:46 Uhr, bin wach und höre meinen Schatz in der Küche, sie muss zur Arbeit und ich habe frei. Nun ja wir sind es gewohnt über die Jahre. Aufstehen knuddeln und noch ein paar Sätze wechseln. Sie geht zur Arbeit und ich schmiede den Plan für heute. Eigentlich geht's mir gut wenn nur diese Nase nicht so zu wäre.....
Winterreifen und Hecke......

...dieser Button war so plastisch......Dunkelrot mit einem dunkel gelben "Ü" drauf. Beim klicken öffnete sich rundherum ein Kranz wo man die Sprache mittel Landesflagge und Poppuptext bestimmen könnte. Das erstaunliche war das ich jeden übersetztenText danach auch fließend lesen konnte......
...das war dann also doch ein Traum. 

Vielleicht klappt es ja irgendwann.

Macht euch nen schoinen Tach

Holger